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Ziele des Darstellenden Spiels
(Nach dem Rahmenplan Darstellendes Spiel von 2004. Bildungsplan Sekundarstufe 2, Hamburg)

1. Wahrnehmung / Ausdruck

Als Ergänzung zur "Wissenschaftlichkeit" der Oberstufe erfordert und fördert das Darstellende Spiel eine ganzheitliche und bewusste Wahrnehmung: insbesondere ein gesteigertes Sehvermögen und Vorstellungskraft (Entwicklung und Analyse szenischer Bildsprache), Hören (Aufmerksamkeit für Intonation, Lautstärke, Rhythmus) und Sprechen (Stimmmodulation, Artikulation) werden geschult. Einsatzmöglichkeiten und Wirkungszusammenhänge von Körper, Stimme, Raum, Requisiten/Objekten werden erprobt und analysiert.

2.Theatralität

Die elementaren Strukturen des Dramatischen werden systematisch erarbeitet: Figur, Handlung, Konflikt, Ort, Dialog, Zeit. Dabei setzen sich die Schülerinnen und Schüler auch mit zeitgenössischen Auflösungstendenzen dramatischer Formen ("Dekonstruktion", "Postdramatisches Theater") auseinander.

3. Persönlichkeitsbildung

Die spielerische Aneignung verschiedener Rollen ermöglicht das Ausprobieren fremder Verhaltens- und Sichtweisen. Diese Handlungserweiterung ermöglicht eine kritische Hinterfragung der eigenen Selbst- und Weltbilder. Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, Rollenklischees und unreflektierte Sichtweisen zu erkennen und im Sinne eines konstruktivistischen Verständnisses unserer Wahrnehmung Toleranz zu üben. Individuelle Fähigkeiten und Interessen können selbstbestimmt in den kreativen Prozess der Inszenierungsarbeit eingebracht und somit die Eigenständigkeit gefördert werden.

4. Soziale Kompetenz

Die prozessorientierte Probenarbeit erfordert ein hohes Maß an Teamfähigkeit, da von der Themenwahl über die Besetzung bis zur gestalterischen Umsetzung eine Vielzahl von begründeten Entscheidungen in der Gruppe getroffen werden müssen. Die Kommunikationsfähigkeit und Umgang mit Kritik werden trainiert.

5. Ästhetische Bildung

Die Schülerinnen und Schüler erfahren durch den Prozess der Entwicklung und Umsetzung eigener szenischer Produktionen sowie durch die Analyse verschiedener Inszenierungen den Zusammenhang von formalen Gestaltungsmitteln und inhaltlicher Aussage. Die Auseinandersetzung mit semiotisch orientierter Theatertheorie ergänzt die erlernten ästhetischen Gestaltungs- und Beurteilungskompetenzen.

6. Inszenierungswissen

Szenische Darstellung wird als "Verkörperung" von Themen mit optischen, akustischen und haptischen Mitteln begriffen. Die Schülerinnen und Schüler eignen sich ein Methodenrepertoire an, das einerseits die Entwicklung und Umsetzung eigener Inszenierungen ermöglicht (Arbeit mit Körper und Stimme, mediale Gestaltung u.a.), andererseits zum kritischen Umgang mit privaten, öffentlichen und medialen Inszenierungen befähigt (Reflexion ästhetischer Gestaltung und Aneignung von Beurteilungskompetenzen zum Umgang mit Theater, Film, Fernsehen, digitalen Medien).

7. Fächerübergriff

Darstellendes Spiel vereint Bereiche der unterrichteten Sprachen mit den Fächern Kunst und Musik. Der Umgang mit Literatur wird von der unverfälschten Textübernahme bis zur verfremdeten Textadaption erprobt. Mit Inhalten der Fächer Kunst und Musik sowie themenabhängiger "Leihfächer" werden anhand des Kontextwissens eigenständige Inszenierungen erarbeitet (interdisziplinäres Lernen).

 
   
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